Trotz Trainerentlassung und Auflösung der U23-Mannschaft

Abteilungsleiter Rainier Sabus sprach von einem guten Jahr. Und niemand widersprach. Vielmehr bestätigten sie ihn in seinem Amt.

Mit 120 000 Euro stand die Eishockey-Abteilung des TSV Erding vor zwei Jahren beim Hauptverein in der Kreide. Inzwischen ist es laut Schatzmeister Andreas Weigel nur noch die Hälfe. In zwei Jahren sollen die Schulden ganz getilgt sein, „vielleicht sogar schon nächstes Jahr“, sagte Rainier Sabus bei der Abteilungsversammlung am Donnerstagabend.

Diesen kühnen Blick in die Zukunft erlaubte sich der Abteilungsleiter, nachdem er zuvor über ein erfolgreiches Jahr berichtet hatte. Er freute sich über den bayerischen Vizemeistertitel, den sich die Gladiators als Zweiter der Bayernliga-Vorrunde sicherten, und über die 13 Siege in 15 Spielen mit dem neuen Trainer Thomas Vogl.

Sabus erinnerte aber auch an die Entlassung von Trainer Petr Vorisek, die nichts mit den vier Niederlagen in Folge zu tun gehabt habe. „Er war auch Nachwuchstrainer. Und da hat er sich benommen, wie sich ein Nachwuchstrainer nicht benimmt.“ Der Eishockeychef ließ aber auch das frühe Aus in den Playoffs nicht unerwähnt, das er mit der unzureichenden Vorbereitung im Sommer und der der langen Verletztenliste erklärte. Er brachte aber zwei Vorkommnisse der Fans zur Sprache. Dass Bierbecher auf die Gästebank geworfen wurde, „brachte uns eine relativ hohe Geldstrafe ein“, sagte er. Eine weitere wegen einer Pyroaktion in Waldkraiburg sei zwar nach einem Einspruch zurückgenommen worden, „aber der Verband hat uns da auf dem Schirm“, warnte Sabus.

Noch eine schlechte Nachricht hatte er: Das U 23-Team in Spielgemeinschaft mit Ottobrunn sei nach der Vorrunde abgemeldet worden. Der Aufwand habe sich bei fünf Erdinger Spielern nicht mehr gelohnt. Alle anderen Nachwuchsteams bereiteten dem Verein allerdings Freude, zumal sie alle in der Bayernliga spielen. „Und in der U 8 haben wir 34 Spieler – da wächst was heran“, sagte Sabus, der aber auch die AH-Mannschaft erwähnte, die neu gegründet wurde. Axel Schütz hält dieses Team am Laufen, und er initiierte auch die Aktion „einheitliche Trikots im Nachwuchsbereich“. Sabus rechnete kurz vor: „Trikots für 150 Spieler, und dann noch zwei Sätze – da kommt was zusammen.“

„Aber finanziell stehen wir gut da“, sagte Schatzmeister Weigel in seinem Kassenbericht. Im Jahr 2016 habe die Eishockey-Abteilung 372 700 Euro eingenommen und 355 900 Euro ausgegeben. Bis zum 31. Dezember 2016 seien die Schulden gegenüber dem Hauptverein auf 100 000 Euro abgetragen worden. „Aktuell sind es nur noch 60 000 Euro.“ Und weil nicht nur die Revisoren laut TSV-Präsident Thomas Zahn den Kassenbericht gut fanden („alles paletti“), sondern auch die 21 Mitglieder, war die einstimmige Entlastung keine Überraschung.

Das gilt auch für die Neuwahlen. Neben Sabus wurden auch sein Stellvertreter Wolfgang Krzizok, Schriftführer Daniel Krzizok, Kassier Andreas Weigel und Jugendleiterin Claudia Modlmayer einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

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Kurztabelle

PlatzMannschaftSp.Punkte
1 Höchstadter EC 13 38
2 ESC Dorfen 13 30
3 HC Landsberg 13 25
4 TSV Peissenberg 14 22
5 EV Füssen 14 22
6 TSV Erding 13 21
7 ESC Geretsried 13 21
8 ESV Buchloe 13 20
9 EHF Passau 13 18
10 EA Schongau 13 18
11 EC Pfaffenhofen 13 13
12 Wanderers Germering 13 11
13 EV Moosburg 13 9
14 EV Pegnitz 13 8
Stand: 19.11.2017 ohne Gewähr