Gladiators

Wechselbad der Gefühle

„Erding war da, war präsenter und hat verdient gewonnen“

Recht wechselhaft verlief das Wochenende für die beiden Eishockey-Bayernligisten aus dem Landkreis. Am Freitag Hochstimmung bei den Dorfener Eispiraten, die den Favoriten EHC Klostersee mit 9:3 Toren aus der Halle geschossen hatten. Zur gleichen Zeit ärgerten sich die Erding Gladiators über die 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen beim TEV Miesbach, als mindestens ein Punkt verschenkt worden war. Am Sonntag dann aber unbeschreibliche Freude bei den Gladiators nach dem 6:1-Derbysieg gegen Dorfen. Und jetzt waren es die Eispiraten, die niedergeschlagen waren.

Während Dorfens Eishackler am Freitag nach dem unglaublichen 9:3 gegen den EHC Klostersee auf Wolke sieben schwebten, haderten die Gladiators in Miesbach mit ihrem Schicksal, denn es wäre mehr drin gewesen. „Vor allem in der Defensive waren wir zu harmlos“, konstatierte Erdings Trainer Topias Dollhofer. Bei einigen TEV-Treffern habe sein Team den gegnerischen Spielern „Geleitschutz vor dem Tor“ gegeben. Aber der Coach lobte auch: „Wir haben eine sehr starke Offensive, die immer in der Lage ist, Tore zu schießen.“

Gladiators schießen Eispiraten ab

Erfolg ausgerechnet gegen den Erzrivalen

Bestes Ausflugswetter, eine frühe Saisonphase und die Landtagswahlen – trotzdem waren gestern beim Bayernliga-Derby zwischen den Erding Gladiators und den Dorfener Eispiraten rund 1200 Zuschauer in der Erdinger Eissporthalle gekommen. Die aber brauchten ihren Besuch nicht zu bereuen – sofern sie Anhänger der Gladiators waren. Denn die Gastgeber gewannen deutlich mit 6:1 Toren (2:1, 3:0, 1:0).

Die Eispiraten hatten personelle Probleme: Neben Ernst Findeis fehlten auch die die beiden verletzten Ausländer Lukas Miculka (Hand) und Povilas Verenis (Schulter) sowie der Ex-Erdinger Tobias Fengler (Sprunggelenk). So war Tomas Vrba der einzige Kontingentspieler auf dem Eis. Der hatte nach 45 Sekunden bereits die erste große Möglichkeit, bekam jedoch den Pass von Tobias Brenninger freistehend vor dem Tor nicht unter Kontrolle.

Miesbacher Miesmacher

Großartigen Kampf beim TEV Miesbach geliefert.

Belohnt wurde er mit einem Punkt. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 6:5 Toren nach Penaltyschießen (3:2, 0:1, 2:2; 1:0) durch.

Miesbach/Erding– Es begann optimal für die Gladiators, denn schon nach 16 Sekunden lag der Puck im Miesbacher Tor. Mathias Jeske hatte getroffen. Die Gastgeber antworteten mit wütenden Angriffen, und so rückte jetzt Erdings Torwart Andreas Gerlspeck in den Mittelpunkt. Dann hatt Miesbach Überzahl, und gerade in der Sekunde, als die Strafe abgelaufen war, gelang Michael Grabmaier das 1:1 (10.).

Der TEV war in der Folge zwar die überlegene Mannschaft, hatte aber keine zwingende Torchancen. Prompt stand es nach einer guten Viertelstunde 2:1 für Erding. Nach einem Fischer-Pass chipte Daniel Krzizok den Puck raffiniert ins Tor von Anian Geratsdorfer. Kurz vor Drittelende kippte jedoch die Partie. Zwei Erdinger saßen außf der Strafbank, was Miesbach konsequent ausnutzte. Felix Feuerreiter traf bei Fünf gegen Drei zum 2:2, und nur wenige Sekunden später stellte Christian Czajka bei Fünf gegen Vier auf 3:2 für den TEV.

Zu Gast beim Oberliga-Absteiger und zuhause gegen den Geheimtipp

"Wir haben ein schwieriges Auftaktprogramm“, sagte Gladiators-Trainer Topi Dollhofer, und hat damit noch leicht untertrieben. Nach den ersten Spielen gegen die sicheren Meisterrundenanwärter Passau und Klostersee kommen am Wochenende zwei noch härtere Brocken. Heute Abend (20 Uhr) gastieren Erdings Bayernliga-Eishackler bei Oberliga-Absteiger TEV Miesbach, und am Sonntag kommt es um 18 Uhr in der Erdinger Eissporthalle zum Derby gegen den ESC Dorfen, der als Geheimtipp gehandelt wird.

„Wir müssen jedes Wochenende punkten“ fordert Gladiators-Coach Dollhofer. „Denn wenn du unter die ersten Acht kommen willst, ist das quasi Pflicht.“ Am Auftakt-Wochenende hat das ganz gut geklappt. Gegen Passau haben die Erdinger einen 6:1-Sieg eingefahren, da war die 2:4-Niederlage beim EHC Klostersee relativ leicht zu verschmerzen. Umso wichtiger wäre es, heute Abend in Miesbach zu punkten, dann könnten die Gladiators um Einiges entspannter ins Derby gehen.

Gladiators sind voll im Soll

Drei Punkte für die Erding Gladiators am Auftakt-Wochenende

Einem 6:1-Sieg am Freitag gegen Passau folgte am Sonntag eine 2:4-Niederlage beim EHC Klostersee. Fazit von Erdings Trainer Topi Dollhofer: „Wir sind im Soll.“

Nach einem unsicheren Start, bei dem die Passauer klar die bessere Mannschaft waren, kippte die Partie, und die Gladiators gingen mit einer 3:0-Führung in die erste Pause. „Ich glaube, einige von uns waren nach der guten Vorbereitung zu weit oben“, analysierte Passaus Trainer Christian Zessack. „Nach dem ersten Gegentor waren wir keine Mannschaft mehr, das hat den Erdingern in die Karten gespielt.“ Und kritisch fügte er in Richtung seiner Truppe an: „Da hat man den Charakter der Mannschaft gesehen.“

Sein Gegenüber Dollhofer gab zu, dass ihm nach dem ersten Saisonsieg „ein Stein vom Herzen gefallen“ sei. Er schloss sich der Analyse seines Kollegen an und sagte: „Wir haben in den entscheidenden Momenten die Tore geschossen.“ Gleichzeitig mahnte er, nicht zu euphorisch zu werden.

nächstes Heimspiel

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anstehende Termine

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Kurztabelle

PlatzMannschaftSp.Punkte
1 EV Füssen 4 12
2 EC Bad Kissingen 4 8
3 TEV Miesbach 4 8
4 ERV Schweinfurt 4 8
5 TSV Erding 4 7
6 EHC Klostersee 4 6
7 ESC Dorfen 3 5
8 EA Schongau 3 5
9 HC Landsberg 4 5
10 EHF Passau 3 4
11 TSV Peissenberg 3 3
12 EHC Königsbrunn 4 3
13 ESC Geretsried 3 1
14 EV Pegnitz 3 0
Stand: 14.10.2018 ohne Gewähr