Gladiators

Erster Neuzugang

Saison 2019/20 wirft ihre Schatten voraus

Den ersten Neuzugang für die Saison 2019/20 vermeldet Eishockey-Bayernligist Erding Gladiators. Der 29-jährige Verteidiger Mark Waldhausen wechselt vom Landkreis-Rivalen ESC Dorfen in die Große Kreisstadt.

Waldhausen ist in Toronto geboren und aufgewachsen, als Sohn einer Kanadierin und eines Deutschen. „Um die Sprache meines Vaters besser zu lernen, wollte ich nach der Highschool für ein Jahr nach Deutschland gehen“, erzählt Waldhausen, und so kam er vor zwölf Jahren nach Bad Nauheim. „Das passte perfekt dort. Die hatten ein Internat, der Flughafen Frankfurt war nicht weit weg, die Mannschaft spielte in der Junioren-Bundesliga, und ich durfte auch mal ins Oberligateam reinschnuppern.“ Es folgte der Wechsel nach Königsbrunn und schließlich nach Landsberg, wo der gelernte Mittelstürmer – eher zufällig – zum Verteidiger „umfunktioniert“ wurde. „Trainer Elvis Beslagic hat mich gefragt, ob ich auch Verteidiger spielen könnte“, erzählt der 29-Jährige. „Da habe ich ,ja klar’ gesagt, obwohl ich keine Ahnung davon hatte. Aber ich wollte einfach nur spielen, denn als junger Stürmer bekam ich so gut wie keine Eiszeit.“ Anscheinend hat er seine Sache gut gemacht, denn er war seitdem Stammverteidiger. „Und mein einziges Oberligator habe ich auch als Verteidiger geschossen“, fügt er grinsend an.

Abschlussfeier im "Zum Mieze"

Auch der Fußball darf nicht fehlen

Die Bayernliga-Runde 2018/19 ist beendet, das Eis in der Erdinger Eissporthalle abgetaut, die Kabinen sind ausgeräumt. Der Schlusspunkt der Eishockey-Saison ist aber die Abschlussfeier. Zu der laden die Erding Gladiators am kommenden Samstag, 6. April, „Zum „Mieze“ (Clubheim des TC Erding) ein. Es wird eine etwas andere Feier sein, bei der auch Fußball eine Rolle spielt. Los geht’s um 18 Uhr mit dem Verkauf der restlichen Lose für die Warm-up-Trikots. Ab 18.30 Uhr läuft auf den Bildschirmen der Fußball-Bundesligakracher FC Bayern gegen Borussia Dortmund – in der Halbzeit werden die Warm-up-Trikots verlost. Nach dem Fußballspiel gibt es diverse Rückblicke auf die abgelaufene Runde, die Spieler der Saison werden geehrt und schließlich die Spieltrikots versteigert, ehe gemütliches Beisammensein angesagt ist.

Ein Abschied kommt selten allein

Die Baustellen der nächsten Zeit sind ausgemacht

Im letzten Spiel der Saison standen die Zeichen bei den Erding Gladiators auf Abschied. Die Sonntagspartie gegen den EHC Klostersee war die letzte für Trainer Topi Dollhofer, der aus prviaten Gründen pausiert, und Torwart Jonas Steinmann, der mit dem Eishockey wegen seines Studiums aufhört. Und auch die Pressekonferenz war die letzte im gewohnten Rahmen.

„Nur nicht Letzter werden“, hatten die Gladiators als Devise ausgegeben, nachdem die Playoffs nicht mehr zu erreichen waren. Dieses Ziel hatten Erdings Puckjäger am Freitag mit dem 4:1-Auswärtssieg beim TSV Peißenberg erreicht. „Ein heißes Duell war das nicht unbedingt“, meinte Gladiators-Coach Dollhofer bei der anschließenden Pressekonferenz. „Man hat gesehen, dass es für beide um nicht mehr ganz so viel geht.“ Daher habe auch die letzte Intensität gefehlt.

So sah es auch sein Gegenüber Sepp Staltmayr, dessen Trainer-Vertrag in Peißenberg überraschenderweise nicht mehr verlängert wird. Warum? „Da müssen sie den Vorstand fragen“, sagte er mit versteinerter Miene. Zum Spiel meinte er: „Jeder hätte sich gewünscht, dass wir uns mit einem Heimsieg verabschieden.“

Zum Abschluss eine Niederlage

Mit einer Niederlage verabschieden sich die Gladiators

Gegen den EHC Klostersee gab es am Sonntagabend ein 4:7 (1:3, 1:1, 2:3). Entscheidend war die mangelnde Chancenauswertung der Dollhofer-Truppe. Die Gäste hatten dagegen eine nahezu hundertprozentige Ausbeute.

Es war ein miserabler Start für die Gastgeber, denn die ersten drei Schüsse auf das von Jonas Steinmann gehütete Gladiators-Tor waren drin, und schon nach gut vier Minuten lagen die Klosterseer 3:0 vorne. Bernd Rische traf in Überzahl (3.), Matthias Baumhackl aus kurzer Distanz (4.) und Nikolai Quinlan wieder in Überzahl (5.). Der Unmut der Erdinger Fans richtete sich aber nicht etwa gegen die eigene Mannschaft, sondern gegen Hauptschiedsrichter Michael Fischer, der Strafen wie am Fließband verteilte – anfangs vornehmlich gegen die Gladiators. Die überstanden dann eine 3:5-Unterzahl, und ab diesem Zeitpunkt lief es bei den Gastgebern besser. Jetzt entfachten sie Druck, und im Fallen traf Philipp Michl zum 1:3 (9.). Die Erdinger setzten nach und schnürten die Grafinger phasenweise in ihrem Drittel ein. Nur mit viel Glück konnte Torwart Dominik Gräubig einen weiteren Gegentreffer verhindern.

Gladiators gewinnen

Der Schwung ist zum Abschluss wieder da

Die Schützlinge von Trainer Topi Dollhofer gewannen am Freitagabend mit 4:1 Toren (2:0, 0:1, 2:0) beim TSV Peißenberg. Am Sonntag um 18 Uhr beenden die Gladiators die Saison mit dem Heimspiel gegen den EHC Klostersee, der noch dringend Punkte braucht, um in die Playoffs einzuziehen.

Ziemlich ersatzgeschwächt waren die Gladiators zum letzten Auswärtsspiel der Saison nach Peißenberg gereist, denn fünf Stammspieler fielen aus. Also waren die Nachwuchsspieler gefordert. Folglich dürfte in Peißenberg die jüngste Erdinger Mannschaft in dieser Saison aufgelaufen sein, denn mit Xaver Magg (20), Basti Cramer (18), Paul Wallek (17) und Kilian Steinmann (17) waren gleich vier Youngster dabei.

Beide Teams gingen die Partie eher ruhig an, zum Saisonausklang wollte sich offenbar keiner mehr weh tun. Mathias Jeske (5.) und Florian Fischer (6.) hatten die ersten Möglichkeiten für die Gladiators, auf der Gegenseite musste Torwart Andreas Gerlspeck in der 7. Minute richtig zupacken. Zum ersten Mal jubeln durften die Gäste: In der 12. Minute spielten sich Philipp Michl und Florian Fischer im Doppelpass durch die Peißenberger Abwehrreihen, und Michl schloss zum 1:0 ab. Vier Minuten später stand es 2:0 für die Gladiators, als Daniel Rossi einen Pass von Marco Deubler per Direktabnahme ins Netz setzte. Damit war ein ruhiges erste Drittel, bei dem es nur eine Strafzeit gegen die Gastgeber gab, beendet.

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Kurztabelle

PlatzMannschaftSp.Punkte
1 SC Riessersee 18 46
2 EV Füssen 18 36
3 HC Landsberg 18 35
4 TEV Miesbach 18 33
5 EHC Klostersee 18 28
6 EC Bad Kissingen 18 25
7 EHC Königsbrunn 18 19
8 TSV Erding 18 18
9 EHC Waldkraiburg 18 18
10 TSV Peissenberg 18 12
Stand: 10.03.2019 ohne Gewähr