Erding Gladiators kämpfen sich zum Dreier

Ungemein schwer getan haben sich die Erding Gladiators am Freitagabend beim EV Moosburg. Am Ende zählten im Derby nur die drei Punkte. Als der 2:1-Sieg (1:1, 0:0, 1:0) der Gladiators feststand, waren sie fast zu müde zum Jubeln. So hart mussten sie kämpfen.

Moosburg konnte nach längerer Zeit wieder fast in Bestbesetzung antreten, Erding spielte mit dem Kader vom vergangenen Sonntag. Beide Teams schlugen ein überraschend hohes Tempo an, und vor beiden Toren ging es rund. Die erste große Möglichkeit für die Gladiators hatte Simon Pfeiffer (3.), doch er scheiterte an Torwart Thomas Hingel. Nur wenig später hatte Erdings Keeper Jonas Steinmann Glück, als Mathias Jeske in Überzahl nur den Außenpfosten traf. Kurz darauf wurde Daniel Krzizok auf dem Weg zum Tor penaltyreif von den Beinen geholt, doch die Pfeife von Hauptschiedsrichter Thomas Buckmann blieb stumm. Fast im Gegenzug rettete Rudi Lorenz spektakulär gegen zwei Moosburger.

Und so ging es weiter: Erding hatte Möglichkeiten, die nicht genutzt wurden, und Moosburg konterte immer wieder gefährlich, brachte aber nichts Zählbares zustande. Dann aber doch die Gladiators-Führung: Von Philipp Spindler mustergültig bedient, brachte Florian Zimmermann im zweiten Versuch den Puck an Hingel vorbei ins Tor (12.). Aber als die Gäste zum zweiten Mal in Unterzahl waren, traf Kevin Steiger mit einem verdeckten Schuss zum 1:1 (18.).

Im zweiten Drittel ging das Chancen-Feuerwerk weiter. Überragend dabei Moosburgs Torwart Hingel, Er brachte die Gladiators schier zur Verzweiflung. Quasi im Zwei-Minuten-Takt vereitelte er hundertprozentige Chancen der Erdinger. Die größten hatten Dominik Retzer (23.) und Zimmermann (30., 34.), Und wenn Hingel geschlagen war, hatte er das Glück des Tüchtigen. Ein Schuss von Philipp Michl landete am Pfosten (27.), und als ihm Zimmermann auf den Rücken schoss und der Puck in Richtung Torlinie kullerte, rettete ein Verteidiger.

Auch Gladiators-Keeper Steinmann musste sich mehrfach bewähren, denn die Moosburger blieben bei ihren Kontern gefährlich. Gegen Maximilian Ohr (25.) rettete der 19-Jährige ebenso spektakulär wie gegen Daniel Möhle bei Erdinger Überzahl (29.).

Im Schlussdrittel war es mehr Kampf, spielerische Momente waren kaum mehr zu sehen. Das lag auch daran, dass Erdings Coach Vogl dauernd umstellen musste, nach Verletzungen von Spindler und Hiendlmeyer sowie einer Disziplinarstrafe gegen Gantschnig. So hatte der Gladiators-Trainer in der Schlussphase gerade noch etwas mehr als zwei Blöcke zur Verfügung, die Verteidiger Bernhardt und Mühlbauer mussten in den Sturm.

In der 52. Minute durften die Erdinger zum zweiten Mal jubeln, und zum zweiten Mal war Zimmermann der Torschütze. In den letzten Minuten warfen die Moosburger noch einmal alles nach vorne. Den möglichen Ausgleich verhinderte Steinmann mit einer tollen Parade gegen den Ex-Erdinger Michel (56.), Die Gastgeber nahmen auch noch den Torwart vom Eis, doch Erding rettete den wichtigen Sieg über die Zeit.

Statistik:
Tore: 0:1 (12.) Zimmermann (Spindler, Krzizok), 1:1 (18.) Steiger (Möhle, Wawrotzki 5-4), 1:2 (52.) Zimmermann (Krzizok, Deubler)
Zuschauer: 250
HSR: Thomas Buckmann
Strafminuten:Moosburg 6, Erding 6 + 10 (Gantschnig)

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Kurztabelle

PlatzMannschaftSp.Punkte
1 Höchstadter EC 13 38
2 ESC Dorfen 13 30
3 HC Landsberg 13 25
4 TSV Peissenberg 14 22
5 EV Füssen 14 22
6 TSV Erding 13 21
7 ESC Geretsried 13 21
8 ESV Buchloe 13 20
9 EHF Passau 13 18
10 EA Schongau 13 18
11 EC Pfaffenhofen 13 13
12 Wanderers Germering 13 11
13 EV Moosburg 13 9
14 EV Pegnitz 13 8
Stand: 19.11.2017 ohne Gewähr