Schlechteste Saisonleistung der Erding Gladiators

Gegen den TEV Miesbach, dem eine durchschnittliche Leistung genügte, verloren sie am Freitagabend absolut verdient mit 2:5 Toren (1:3, 1:1, 0:1). Selten zuvor dürfte die Truppe von Trainer Topi Dollhofer in einem Spiel mehr Fehlpässe produziert haben.

Die Gastgeber begannen stürmisch und hatten Chancen im Minutentakt durch Philipp Michl (1.), Philipp Spindler (2.) und Marco Deubler (3.). Dann aber fingen sich die Gäste, und nach einem brutalen Missverständnis in der Erdinger Abwehr brauchte Felix Feuerreiter den Puck nur noch ins leere Tor zu schieben (8.). Und die Miesbacher legten nach. Fast mühelos marschierte Florian Gaschke durch die Gladiators-Abwehr, und ebenso mühelos erhöhte Bohumil Slavicek auf 2:0 (10.). In den nächsten Minuten wären die Gastgeber wohl ein paar Meter weiter südlich besser aufgehoben gewesen – nämlich im Hallenbad. So sehr schwammen sie jetzt, und man musste Schlimmstes befürchten.

Doch mit einer schönen Einzelleistung zum 1:2, gerade als eine Erdinger Strafe abgelaufen war, brachte Florian Zimmermann sein Team wieder zurück in die Partie (13.). Aber die Miesbacher schüttelten sich nur kurz, und nach einem schönen Pass in den Lauf von Athanasios Fissekis vollstreckte dieser eiskalt zum 3:1 (18.). Noch in der gleichen Minute fast das 4:1, doch schoss Gaschke am leeren Tor vorbei.

Der zweite Durchgang begann so, wie der erste geendet hatte, nämlich mit tollen Chancen der Gäste. Erst als die Gladiators Überzahl hatten – die erste in dieser Partie, musste auch TEV-Torwart Anian Geratsdorfer sein Können unter Beweis stellen. Die Gladiators bekamen die Partie einfach nicht in den Griff, machten Fehler über Fehler, und so hatte Slavicek keine Mühe, den Puck zum 4:1 im leeren Tor zu versenken (31.). Die Gastgeber waren jetzt so von der Rolle, dass die Miesbacher teilweise bei Fünf gegen Fünf ein Powerplay aufzogen. Und dann hatten die Erdinger Glück, als ein satter Schuss von Verteidiger Christoph Gottwald vom Innenpfosten ins Feld zurückprallte. Als Michl in Überzahl mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz auf 2:4 verkürzte, keimte im Gladiators-Lager aber wieder Hoffnung auf.

Im Schlussdrittel entfachten die Gastgeber dann tatsächlich so etwas wie Druck, aber richtig zwingend wurden sie nie. Zumindest war das Spiel aus Erdinger Sicht jetzt etwas schöner anzusehen. Zwei Minuten vor Schluss holte Dollhofer seinen Torwart vom Eis. Und zwei Sekunden vor dem Ende sorgte Stephan Stiebinger mit einem Schuss ins leere Tor für den 5:2-Endstand.

Statistik:
Tore: 0:1 (8.) Fe. Feuerreiter (Czajka), 0:2 (10.) Slavicek (Gaschke, Grabmaier), 1:2 (13.) Zimmermann, 1:3 (18.) Fissekis (Fe. Feuerreiter), 1:4 (31.) Slavicek (Grabmaier, Gaschke), 2:4 (38.) Michl (Spindler, Feilmeier/5-4), 2:5 (60.) Stiebinger (5-6)
HSR: Philipp Sintenis
Zuschauer: 500
Strafminuten: Erding 4, Miesbach 8.

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