Hohes Tempo, packende Zweikämpfe, gesunde Härte

Die Partie zwischen dem Tabellendritten Erding und Spitzenreiter Füssen hatte das Prädikat Spitzenspiel wahrlich verdient. Den rund 900 Zuschauern in der Erdinger Eissporthalle wurde am Freitagabend einiges geboten. Am Ende hatten die Gladiators mit 4:3 Toren (1:1, 1:1, 2:1) die Nase vorn und haben sich mit dem siebten Sieg in Serie für die Oberliga-Verzahnungsrunde qualifiziert.

Erstmals in dieser Saison standen bei Erding 20 Mann auf dem Spielbericht, obwohl das Verteidiger-Duo Mitternacht/Wagner fehlte. Das bedeutete, dass Trainer Topi Dollhofer vier Sturmreihen aufs Eis schicken konnte. Einer wurde besonders laut von den Fans begrüßt: Sebastian Lachner, der nach rund 15-monatiger Verletzungspause sein Comeback feierte.

Die ersten Möglichkeiten hatten die Gladiators, aber Füssens Schlussmann Benedikt Hötzinger zeigte, dass er zu den besten Torleuten der Liga gehört. Dann war aber erst einmal sein Gegenüber Jonas Steinmann gefordert, denn jetzt dominierte der Spitzenreiter. Und in der 9. Minute war es Ondrej Zelenka, der Füssen in Führung brachte. Die Allgäuer machten so druckvoll weiter und schnürten die Gastgeber phasenweise in ihrem Drittel ein. Nach einer Viertelstunde saßen zwei Gladiators auf der Strafbank, Philipp Michl fuhr ein Break und wurde gefoult. Den fälligen Penalty verwandelte er sicher zum 1:1. So war auch der Spielstand nach einem furiosen ersten Drittel.

Im zweiten Durchgang blieb das Tempo hoch. Zunächst eine Wahnsinns-Szene von Jonas Steinmann, der einen Schuss und drei Nachschüsse spektakulär hielt. Kurz danach wurde es hitzig, und es kam zu leichten Rangeleien. Richtig unfair wurde die Partie trotz aller Härte aber nie. Erding sammelte deutlich mehr Strafen als Füssen und fühlte sich einigemale benachteiligt. Die Gladiators spielten jedoch ein ausgezeichnetes Penalty-Killing. In der 38. Minute tobten die Erdinger Fans vor Freude, als Marco Deubler die Gastgeber 2:1 in Führung brachte (38.). 17 Sekunden vor Drittelschluss tobten sie vor Wut, als Füssen zum 2:2 durch Marc Besl kam, allerdings ein klares Foul an Andreas Schmelcher vorausgegangen war, der dann auch noch auf die Strafbank musste, weil er sich beschwert hatte.

Auch im letzten Drittel ging es rauf und runter mit tollen Torszenen. Und dann stand die Halle kopf: In der 55. Minute verlängerte Sebastian Schwarz in Überzahl einen Traumpass von Michl zum 3:2, und nur 62 Sekunden später staubte Lukas Krämmer zum 4:2 ab. Füssen kam durch Samuel Payeur 49 Sekunden vor Schluss noch zum 3:4. Aber das war’s dann.

Statistik:
Tore: 0:1 (9.) Zelenka (Klein, Simon), 1:1 (16.) Michl (P/3-5), 2:1 (38.) Deubler (Feilmeier), 2:2 (40.) Besl (Payeur, Keller), 3:2 (55.) Schwarz (Michl, Zimmermann/5-4), 4:2 (56.) Krämmer (Spindler), 4:3 (60.) Payeur (Wood, Sraub)
HSR: Marius Voigt
Zuschauer: 859
Strafminuten: Erding 16, Füssen 12.

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Kurztabelle

PlatzMannschaftSp.Punkte
0 EC Bad Kissingen 0 0
0 ESC Dorfen 0 0
0 TSV Erding 0 0
0 ESC Geretsried 0 0
0 EHC Klostersee 0 0
0 EHC Königsbrunn 0 0
0 HC Landsberg 0 0
0 TEV Miesbach 0 0
0 EHF Passau 0 0
0 TSV Peißenberg 0 0
0 EC Pfaffenhofen 0 0
0 EA Schongau 0 0
0 ERV Schweinfurt 0 0
0 EHC Waldkraiburg 0 0
(0) (ESV Buchloe) (0) (0)
Stand: 09.07.2019 ohne Gewähr