Gladiators bejubeln einen hart umkämpften Auswärtssieg

Es war kein hochklassiges Spiel, aber das interessierte auf Erdinger Seite nach der Schlusssirene niemanden mehr. Da bejubelten die Gladiators am Freitagabend einen knappen und hart erkämpften 2:1-Sieg (0:0, 1:1, 1:0) beim EHC Klostersee.

Gladiators-Trainer Topi Dollhofer war zu Umstellungen gezwungen. Philipp Michl und Daniel Rossi fehlten erkrankt, Simon Pfeiffer fiel kurzfristig aus. Marco Deubler rückte deshalb in den ersten Sturm zum Duo Krzizok/Zimmermann, Mathias Jeske gab seinen Einstand als Angreifer im dritten Sturm an der Seite des Duos Kilian Steinmann/Lukas Krämmer. Und Jeske leitete gleich bei seinem ersten Scheibenkontakt eine tolle Chance ein, doch Kilian Steinmann verfehlte das leere Tor. Allerdings wurde er behindert, sodass es Strafe gegen Klostersee gab. Die Überzahl brachte nichts ein, ebenso wie zwei weitere Powerplay-Möglichkeiten der Gladiators. Auch die Gastgeber hatten eine Überzahl, doch auch sie konnten nichts Zählbares verbuchen. So plätscherte die Partie mehr oder weniger ereignislos dahin, mit nur wenigen Tormöglichkeiten. Stimmung gab es erst in der 19. Minute, als sich Kilian Steinmann und Matthias Baumhackl eine Raufeinlage lieferten und dafür jeweils für 2 + 2 Minuten auf die Strafbank mussten.

Auch im zweiten Abschnitt waren beide Mannschaften vorwiegend darauf bedacht, nur ja keinen Fehler zu machen und agierten entsprechend vorsichtig. Die Grafinger waren zwar optisch leicht überlegen, zwingend waren sie jedoch nicht. In der 29. Minute aber die überraschende Führung für die Gladiators, als Lars Bernhardt einen Querpass von Daniel Krzizok zum 1:0 ins Netz hämmerte. Doch die Freude währte nur 40 Sekunden, da gab Hauptschiedsrichter Tobias Wurm einen Penalty für Klostersee – eine äußerst umstrittene Entscheidung. Der 44-jährige Bob Wren tunnelte ganz abgeklärt den nicht einmal halb so alten Erdinger Keeper Jonas Steinmann zum 1:1. Der Rest des Drittels gehörte dann mehr den Gladiators, doch war Torwart Dominik Gräubig nicht zu bezwingen.

Der Schlussabschnitt begann mit relativ vielen Strafen auf beiden Seiten, aber die Powerplays beider Teams waren mehr als ausbaufähig. Als Erding wieder einmal einen Mann weniger auf dem Eis hatte, wurde Zimmermann auf die Reise geschickt und brachte den Puck mit Glück zum 2:1 im EHC-Tor unter. Es folgte ein stürmisches Anrennen der Grafinger, und jetzt stand Erdings Torwart Jonas Steinmann permanent im Mittelpunkt. Aber er fing grandios, und hielt zusammen mit seinen aufopferungsvoll kämpfenden Kameraden den hauchdünnen Sieg fest.

Statistik:
Tore: 0:1 (29.) Bernhardt (Krzizok, Deubler), 1:1 (29.) Wren (P), 1:2 (48.) Zimmermann (Krzizok, Schwarz/4-5)
HSR: Tobias Wurm
Zuschauer: 550
Strafminuten: Klostersee 18, Erding 16.

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