Die Füssener spielten wie aufgedreht und die Gladiators hatten meist das Nachsehen

Die schlechteste Leistung seit der 1:6-Schlappe Anfang Dezember in Dorfen haben die Erding Gladiators am Sonntagabend in heimischer Eishalle gegen den EV Füssen abgeliefert. Vor allem im ersten Drittel fand die Defensive auf Seiten der Gastgeber so gut wie gar nicht statt, und so hatten die Allgäuer letztlich keine Mühe, einen deutlichen 9:4-Sieg (6:0, 2:2, 1:2) herauszuschießen.

Ganz offenbar waren die Gladiators mit der falschen Einstellung ins Spiel gegangen. Was sollte auch passieren gegen eine Mannschaft, die mit gerade einmal elf Feldspielern angereist war. Allerdings waren bis auf Ron Newhook alle Leistungsträger bei den Füssenern dabei. Was dann aber in den ersten knapp drei Minuten passierte, war einfach nur unfassbar und aus Erdinger Sicht peinlich. Gerade 78 Sekunden waren gespielt, da konnte Markus Vaitl unbedrängt zum 1:0 einschießen. Aber es kam noch schlimmer für die Gastgeber. 40 Sekunden später griff Erdings Torwart Jonas Steinmann bei einem Vaitl-Schuss ins Leere und sah 50 Sekunden später erneut schlecht aus, als ein Schlenzer von Vaitl zum 3:0 im Netz landete.

Damit war der Arbeitstag des Keepers beendet, für ihn rückte Andreas Gerlspeck zwischen die Pfosten. Der musste dann bis zur ersten Drittelpause ebenfalls dreimal hinter sich greifen: Eric Nadeau verwertete einen Vatil-Pass zum 4:0 (9.) und nutzte dann einen krassen Abwehrfehler zum 5:0 aus (15.). Marc Besl nahm schließlich eine Einladung der Erdinger Abwehr dankend an und besorgte das 6:0 (18.). Damit war das schlechteste Drittel, das die Gladiators in den letzten Jahren abgeliefert hatten, beendet. Die gellenden Pfiffe der Fans waren nur allzu verständlich.

Im zweiten Drittel ging es zunächst ähnlich weiter – Besl erhöhte ungestört auf 7:0 für Füssen (23.). Gut eine Minute später lag der Puck dann zur Abwechslung mal auf der anderen Seite im Tor – Philipp Spindler war aus kurzer Distanz erfolgreich. Und dann durften die Erdinger Fans, die ihre Mannschaft trotzdem weiter unterstützten, gleich noch einmal jubeln, als Kapitän Sebastian Schwarz zum 2:7 traf (35.). Wer weiß, was noch möglich gewesen wäre, wenn Florian Zimmermanns Schuss nicht an der Latte, sondern im Tor gelandet wäre (36.). So aber stellte auf der Gegenseite Tobias Meier im Nachschuss auf 8:2 (37.).

Im letzten Durchgang kämpften die Gladiators, um das Ergebnis wenigstens noch einigermaßen erträglich zu gestalten. Christian Mitternacht jagte in der 46. Minute den Puck zum 3:8 in den Winkel. Charakteristisch aber dann eine Szene in der 52. Minute: Spindler vergab eine hundertprozentige Chance, und im Gegenzug wurde Gerlspeck von Besl zum 3:9 getunnelt. Daniel Krzizok traf noch zum 4:9 (55.), und dann mussten die Gladiators letztlich froh sein, dass sie nicht noch das zehnte Tor hinnehmen mussten.

Statistik:
Tore/Assists: 0:1 (2.) Vaitl (Nadeau, Meier), 0:2 (2.) Vaitl (Rott, Wood/6-5), 0:3 (3.) Vaitl (Velebny, Nadeau), 0:4 (9.) Nadeau (Meier, Böck), 0:5 (15.) Nadeau (Vaitl, Dropmann), 0:6 (18.), Besl (Rott, Velebny), 0:7 (23.) Besl (Velebny), 1:7 (24.) Spindler (Fischer, Feilmeier), 2:7 (35.) Schwarz (Lachner, Deubler/4-4), 2:8 (37.) Meier (Vaitl, Nadeau), 3:8 (46.) Mitternacht (Lachner, Deubler/4-4), 3:9 (52.) Besl (Payeur, Meier), 4:9 (55.) Krzizok (Michl)
HSR: Michael Kees
Zuschauer: 600
Strafminuten: Erding 12, Füssen 16.

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