Gladiators behielten die Oberhand

Spannend bis zur Schlusssekunde verlief am Freitagabend das Eishockey-Derby zwischen den Erding Gladiators und den Eispiraten vom ESC Dorfen. Am Ende behielten die Erdinger mit 5:3 Toren (2:1, 2:1, 1:1) die Oberhand.

Erdings Trainer Thomas Vogl musste aufgrund von krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen eine Reihen schon wieder umstellen. Aber seinem Gegenüber Randy Neal ging es nicht viel besser: Bei ihm hatten sich kurzfristig die an Grippe erkrankten Florian Ullmann und Tomas Vrba abgemeldet – und mit Torwart Kilian Ober mittlerweile der vierte verletzte Keeper.

So gab es ein Novum in der Bayernliga: Im ESC-Tor stand der 19-jährige Andreas Marek, als Backup saß sein erst 16-jähriger Bruder Simon auf der Bank.

Andreas Marek stand im ersten Drittel sehr oft im Mittelpunkt, hielt jedoch bravourös. Die Eispiraten konnten sich nur selten befreien. Als dann aber eine Dorfener Strafe gerade abgelaufen war, und die Erdinger Strafe noch ein paar Sekunden dauerte, schlug ein Schlenzer von Christian Göttlicher für den ESC im Winkel ein – 0:1 (15.).
Dann wurde es wieder etwas voller auf der Strafbank, und im Spiel Vier gegen Drei gelang Daniel Krzizok das 1:1 (17.). Das 2:1 für die Gladiators hatte kurz darauf Rudi Lorenz auf dem Schläger, als er – von der Strafbank kommend – alleine aufs ESC-Tor zulief, aber an Marek scheiterte. In der Schlussminute des ersten Abschnitts gab es erneut eine Strafe gegen die Eispiraten, und 14 Sekunden vor der Sirene drückte Krzizok den Puck zum 2:1 für Erding über die Linie.

Das zweite Drittel begannen die Dorfener druckvoll, und Sandro Schroepfer scheiterte an Torwart Christoph Schedlbauer (24.). Danach aber war Erding am Drücker: Doch ESC-Keeper Andreas Marek hielt zunächst einen Penalty von Christian Poetzel (27.) und rettete schließlich gegen Stefan Groß (28.) und Martin Dürr (29.). Als sich die Eispiraten befreien konnten, schlug ein abgefälschter Schuss von Timo Borrmann zum 2:2 ein (30.). Doch die Antwort der Gladiators kam prompt: Nur knapp zwei Minuten später traf Mark Waldhausen zum 3:2, und wiederum nur vier Minuten danach jagte Philipp Michl den Puck zum 4:2 ins Netz.

Im Schlussabschnitt wollten die Eispiraten noch einmal aufs Tempo drücken, aber die Gladiators setzten immer wieder gefährliche Konter. Allerdings hielt Marek weiter überragend. Kurz vor Schluss nahm ESC-Coach Neal seinen jungen Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Prompt verkürzte Martin Saluga 36 Sekunden vor dem Ende auf 3:4. Aber in der Schlusssekunde traf Sebastian Schwarz zum 5:3-Endstand ins verwaiste Dorfener Tor.


Statistik

Tore/Assists: 0:1 (15.) Göttlicher (Steiner, Rauscher/5-4), 1:1 (17.) Krzizok (Michl, Zimmermann/4-3), 2:1 (20.) Krzizok (Michl, Zimmermann/5-4), 2:2 (30.) Borrmann (Kroner), 3:2 (32.) Waldhausen (Schmelcher, Krzizok), 4:2 (36.) Michl (Dürr, Krzizok), 4:3 (60.) Saluga (Attenberger, Göttlicher/6-5), 5:3 (60.) Schwarz (5-6) – HSR: Michael Kees – Zuschauer: 1100 – Strafminuten: Erding 6, Dorfen 12.

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