Bei der Sportlerwahl des Erdinger/Dorfener Anzeiger verteidigen die Gladiators ihren Titel

Natürlich wissen die Gladiators, wie sich Niederlagen anfühlen.

Daniel Krzizok erinnert sich „an das saublöde Gegentor in letzter Sekunde gegen Grafing“ oder an das Heimspiel gegen Passau mit einer Flut von irregulären und fälschlich aberkannten Toren. „Da waren wir eigentlich die bessere Mannschaft und gehen mit einer 3:7-Klatsche raus“, erzählt der All-Time-Topscorer der Erdinger Eishackler.

Aber eigentlich sind die Gladiators das Siegen gewohnt. Bereits zum vierten Mal in Folge setzte sich das Team bei unserer Sportlerwahl durch. Krzizok freut sich mächtig über die Auszeichnung. Es sei auch ein Zeichen dafür, dass die Zuschauer registriert haben, „dass wir ja eine sehr zufriedenstellende Saison gespielt haben, wenn man bedenkt, welche finanziellen Mittel uns im Vergleich zu anderen zur Verfügung stehen“. Mit ein bisschen Glück, so glaubt er, wäre Platz zwei in der Zwischenrunde möglich gewesen – und mit weniger Verletzungspech.

Die schwere Verletzung von Goalie Christoph Schedlbauer sei ein herber Schlag gewesen. „Er hat unglaublich gehalten. Ich kann mich an keinen Fehler erinnern.“ Von der Ruhe, die Schedlbauer ausstrahlt, profitiere die ganze Mannschaft. „Wenn du weißt, dass du den ersten Schuss ruhig dem Torwart lassen kannst, dann ist das für die Verteidiger und für uns Stürmer schon angenehm.“ Und noch einen hebt der 31-jährige Außenstürmer hervor: „Philipp Michl hat seine beste Saison überhaupt gespielt. Wie unser Spielmacher bei Über- oder Unterzahl vorangegangen ist, das war vorbildlich.“

Aber als Vorbild taugt das komplette Team, in dem schließlich jeder noch einem Beruf nachgeht. Bayernliga, das ist zwar nur die vierthöchste Klasse, „aber inzwischen hat sich der Aufwand in der Bayernliga dem angeglichen, was wir in den Oberliga-Jahren hatten“, meint Krzizok. Im Klartext heißt das für ihn: Um 5.30 Uhr aufstehen und nach der Arbeit sofort aufs Eis. „Da kommst du nicht vor 21 Uhr heim.“ Und damit meint er nur die Trainingstage. „Aber das ist halt unsere Leidenschaft“, sagt er und denkt an den Teamkollegen Rudi Lorenz: „Der sagt jedes Jahr, dass er aufhört, und dann macht er doch weiter.“ Und das, obwohl man Jahr für Jahr Verletzungen in die nächste Saison zieht. Die Schulter, das Syndesmoseband, das Knie – „mit fast 31 braucht man auch länger für die Regeneration“, sagt Krzizok. Wie wär’s mit einer Pause? „Macht ein Eishockeyspieler nicht.“

Kein Wunder, dass ihm auch die durch die Corona-Pandemie bedingte Zwangspause nicht gefällt. „Wir hätte natürlich noch gerne die Playoffs gespielt“, sagt er und bedauert zudem, „dass wir unsere Abschlussfeier mit den Fans nicht machen können“. Jene Fans, die sie erneut zur Mannschaft des Jahres gemacht haben.

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