Gladiator-Familie trauert um Betreuer Jens Fahs

Ruhe in Frieden

Schock für die Erding Gladiators.

Völlig überraschend ist Team-Betreuer Jens Fahs verstorben. Der 59-Jährige erlag den Folgen eines Herzinfarkts. Mit einem fröhlichen „Jaaa?“ und einem Lachen – liebenswert, positiv und immer gut drauf, so empfing Jens Fahs seinen Gegenüber nicht nur am Telefon, sondern so war er auch im täglichen Leben. Doch jetzt hat sein Herz nach einem Infarkt und anschließendem Koma für immer aufgehört zu schlagen. Mit nur 59 Jahren wurde nicht nur ein Vater, sondern auch ein liebenswerter Lebensgefährte und herzlicher Freund aus dem Leben gerissen, welcher nun eine riesen Lücke in unserem Leben hinterlässt.

Jens kam zur Flughafeneröffnung 1992 alleine nach Erding, am Airport arbeitete er bis zu seinen letzten Tagen und erarbeitete sich auch dort bei seinen Kollegen ein hohes Ansehen. Vier Jahre nach seiner Ankunft tat es ihm seine Familie aus der Heimat Neubrandenburg gleich und folgte ihrem Liebsten in die Herzogstadt.
In Erding ging Jens auch seiner größten Leidenschaft nach: Der Liebe zum Sport. In den frühen 2000ern verfolgte er zunächst als Fan die Spiele der Erdinger Handballer und unterstützte in den folgenden Jahren auch die erste Herrenmannschaft als Betreuer, ehe er sogar als Vorstandsmitglied die Geschicke des Vereins leitete. Ebenso vertreten war er seit langer Zeit beim Erdinger Eishockey, wo er über Jahre hinweg hunderte von Spielen im Stadion verfolgte und über diese danach beim Eishockeystammtisch mit seinen Freunden philosophierte. Nach einer Runde Minigolf, in das Jens eine unglaubliche Leidenschaft investierte und dort auch oft mit seiner Lebensgefährtin stundenlang beim Kaffeetrinken saß, kam es zur nächsten schönen Station in seinem ereignisreichen Leben, denn er bekleidete in dieser Saison das Betreueramt bei der Bayernliga-Mannschaft der Erding Gladiators.

Doch für Jens war es nicht nur irgendeine Aufgabe, sondern er steckte unglaublich viel Herzblut in dieses Amt und war vom ersten Tag an beim ganzen Verein und vor allem bei der Mannschaft unglaublich angesehen. War am Anfang von nur sechs Auswärtsspielen die Rede, verpasste der leidenschaftliche Fan des TSV 1860 München-Fan in der ganzen Saison lediglich drei Spiele, auch bei Trainingseinheiten war er immer für das Team da. „Die Mannschaft konnte sich glücklich schätzen, den Jens noch kennenlernen zu dürfen, denn sie hat gemerkt, dass er für sie alles getan hätte“, erzählt Jens‘ Betreuer-Kollege und langjähriger Freund Sebastian Voichtleitner, der schmunzelnd hinzufügt: So hatte er auch bald den Spitznamen „Bananen-Jens“ bei der Mannschaft, wenn er sie wieder mit Obst versorgte.

„Den Jungs hat es an nichts gefehlt, denn Jens hat sie verwöhnt. „Dieser Satz ist es, welchen Jens Fahs wohl am besten beschreibt: Ihm war nicht wichtig, Profit aus etwas zu schlagen, sondern er hat auf seine Mitmenschen geschaut. Sei es der Nachbarsjunge, der ihn wie einen Vater anhimmelte, der Freund, der immer auf seine Ratschläge gehört hatte oder die Lebensgefährtin, die unfassbare Liebe von ihm empfing. Sein unglaublich sympathisches und lautes Lachen wird uns allen fehlen, doch in unserem Herzen wird Jens weiterleben.

Wir werden dich nie vergessen, denn du bist ein Mensch gewesen, den man so nie wieder findet: Ein Gladiator, ein Kämpfer eben. Ruhe in Frieden.

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