Gladiators

Bloß nicht Letzter werden

Den Negativtrend stoppen

Nach fünf Niederlagen in Serie geht es nun darum, die Fans in den letzten vier Spielen für die zuletzt dürftigen Leistungen zu versöhnen. Das wird allerdings nicht leicht, denn heute Abend (20 Uhr) geht es zum HC Landsberg, der noch Punkte braucht, um in die Playoffs zu kommen. Am Sonntag (18 Uhr) gastiert Oberligist EHC Waldkraiburg in der Erdinger Eissporthalle, dessen Abstieg in die Bayernliga bei einer Niederlage endgültig besiegelt wäre.

In den letzten Spielen hat man bei den Schützlingen von Topi Dollhofer deutlich gemerkt, dass die lange Saison ihre Spuren hinterlassen hat. Das wurde vor allem gegen die Profi-Truppe des SC Riessersee deutlich, als die Gladiators fast immer einen Schritt zu langsam waren. Dazu kommt, dass die Mannschaft „in einem mentalen Tief steckt“, wie es der Erdinger Trainer zuletzt formulierte.

Gladiators voll im Tief

Fünf Niederlagen in Serie

Ein einem Torverhältnis von 13:37 hat die Truppe von Trainer Topi Dollhofer zuletzt kassiert. Am Wochenende folgte einem 3:5 daheim gegen Königsbrunn die höchste Saisonniederlage beim 1:9 in Garmisch. „Wir haben derzeit eine negative Phase, die vor allem im mentalen Bereich liegt“, glaubt der Coach und hofft, dass sich das Blatt in den letzten vier Saisonspielen noch wendet.

Wie schon in den drei Begegnungen davor waren die Gladiators gegen Königsbrunn „schwer ins Spiel gekommen, haben blöde Fehler gemacht und sind dann einem Rückstand hinterhergelaufen“, analysierte am Freitag Dollhofer-Vertreter Thomas Vogl. Er wolle der Mannschaft von der kämpferischen Leistung her keinen Vorwurf machen. „Manchmal läuft’s halt blöd, daraus müssen wir lernen.“ Auch offensiv habe seine Mannschaft nicht gerade den glücklichsten Tag gehabt, nicht zuletzt deshalb, weil EHC-Torwart Donatas Zukovas einfach überragend hielt.

Gladiators gehen auch in Riessersee unter

Das war ein Debakel für den TSV Erding

Das befürchtete Debakel wurde für die Erding Gladiators am Sonntagabend das Gastspiel beim SC Riessersee. Der unangefochtene Spitzenreiter der Verzahnungsrunde war um mehr als eine Klasse besser, gewann mit 9:1 Toren (5:0, 2:0, 2:1) und hat sich die Oberligazugehörigkeit damit vorzeitig gesichert.

Von der ersten Minute an war deutlich, dass es ein Kampf mit ungleichen Waffen ist. Hier die Garmischer Profitruppe, ergänzt mit einigen Münchner DEL-Spielern wie zum Beispiel Jakob Mayenschein und Tobi Eder, dort die Erdinger Amateure. die noch dazu ersatzgeschwächt waren. Unter anderem fehlten Philipp Michl, Lars Bernhardt und Lukas Krämmer.

Gladiators hat das Glück verlassen

Zerfahrene Partie zwischen den Gladiators und Königsbrunn

Am Ende mussten sich die gastgebenden Gladiators 3:5 (2:3, 0:0, 1:2) geschlagen geben.

Die Pinguine aus Königsbrunn sind zur Zeit personell arg gebeutelt. So standen nur zwölf Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen. Im Tor stand Donatas Zukovas. Bei den Gladiators fehlte neben dem aus privaten Gründen verhinderten Trainer Topi Dollhofer der erkrankte Florian Zimmermann. Seinen Platz in der ersten Sturmreihe an der Seite des Duos Krzizok/Michl nahm Kilian Steinmann ein. Am Anfang befürchteten die heimischen Fans schon das Schlimmste, denn wie zuletzt gegen Füssen lagen die Erdinger schnell in Rückstand: Hennig Schütz hatte freistehend zum 1:0 für Königsbrunn getroffen (3.).

Schlechte Karten für einen PlayOff-Platz

Aber es bleibt nichts unversucht

So sind mindestens drei Punkte an diesem Wochenende Pflicht. Die sollten die Erdinger Eishackler aber tunlichst schon heute Abend (20 Uhr) im eigenen Stadion gegen den EHC Königsbrunn einfahren, denn am Sonntag (18 Uhr) beim unangefochtenen Spitzenreiter SC Riessersee hängen die Trauben schier unerreichbar hoch.

„Wir haben vom letzten Wochenende was gutzumachen“, sagt Thomas Vogl. Er vertritt vorübergehend Trainer Topi Dollhofer, der einen Trauerfall in der Familie hat. Vogl verweist auf die enttäuschenden Vorstellungen gegen Miesbach (3:7) und Füssen (4:9). „Wir müssen uns auf dem Eis ganz anders präsentieren“, fordert er. „Wir müssen mehr Energie, mehr Aggressivität und mehr Willen zeigen.“ Es gelte, die Fans wieder zu versöhnen.

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Kurztabelle

PlatzMannschaftSp.Punkte
1 SC Riessersee 18 46
2 EV Füssen 18 36
3 HC Landsberg 18 35
4 TEV Miesbach 18 33
5 EHC Klostersee 18 28
6 EC Bad Kissingen 18 25
7 EHC Königsbrunn 18 19
8 TSV Erding 18 18
9 EHC Waldkraiburg 18 18
10 TSV Peissenberg 18 12
Stand: 10.03.2019 ohne Gewähr