Gladiators

Ein Abschied kommt selten allein

Die Baustellen der nächsten Zeit sind ausgemacht

Im letzten Spiel der Saison standen die Zeichen bei den Erding Gladiators auf Abschied. Die Sonntagspartie gegen den EHC Klostersee war die letzte für Trainer Topi Dollhofer, der aus prviaten Gründen pausiert, und Torwart Jonas Steinmann, der mit dem Eishockey wegen seines Studiums aufhört. Und auch die Pressekonferenz war die letzte im gewohnten Rahmen.

„Nur nicht Letzter werden“, hatten die Gladiators als Devise ausgegeben, nachdem die Playoffs nicht mehr zu erreichen waren. Dieses Ziel hatten Erdings Puckjäger am Freitag mit dem 4:1-Auswärtssieg beim TSV Peißenberg erreicht. „Ein heißes Duell war das nicht unbedingt“, meinte Gladiators-Coach Dollhofer bei der anschließenden Pressekonferenz. „Man hat gesehen, dass es für beide um nicht mehr ganz so viel geht.“ Daher habe auch die letzte Intensität gefehlt.

So sah es auch sein Gegenüber Sepp Staltmayr, dessen Trainer-Vertrag in Peißenberg überraschenderweise nicht mehr verlängert wird. Warum? „Da müssen sie den Vorstand fragen“, sagte er mit versteinerter Miene. Zum Spiel meinte er: „Jeder hätte sich gewünscht, dass wir uns mit einem Heimsieg verabschieden.“

Zum Abschluss eine Niederlage

Mit einer Niederlage verabschieden sich die Gladiators

Gegen den EHC Klostersee gab es am Sonntagabend ein 4:7 (1:3, 1:1, 2:3). Entscheidend war die mangelnde Chancenauswertung der Dollhofer-Truppe. Die Gäste hatten dagegen eine nahezu hundertprozentige Ausbeute.

Es war ein miserabler Start für die Gastgeber, denn die ersten drei Schüsse auf das von Jonas Steinmann gehütete Gladiators-Tor waren drin, und schon nach gut vier Minuten lagen die Klosterseer 3:0 vorne. Bernd Rische traf in Überzahl (3.), Matthias Baumhackl aus kurzer Distanz (4.) und Nikolai Quinlan wieder in Überzahl (5.). Der Unmut der Erdinger Fans richtete sich aber nicht etwa gegen die eigene Mannschaft, sondern gegen Hauptschiedsrichter Michael Fischer, der Strafen wie am Fließband verteilte – anfangs vornehmlich gegen die Gladiators. Die überstanden dann eine 3:5-Unterzahl, und ab diesem Zeitpunkt lief es bei den Gastgebern besser. Jetzt entfachten sie Druck, und im Fallen traf Philipp Michl zum 1:3 (9.). Die Erdinger setzten nach und schnürten die Grafinger phasenweise in ihrem Drittel ein. Nur mit viel Glück konnte Torwart Dominik Gräubig einen weiteren Gegentreffer verhindern.

Gladiators gewinnen

Der Schwung ist zum Abschluss wieder da

Die Schützlinge von Trainer Topi Dollhofer gewannen am Freitagabend mit 4:1 Toren (2:0, 0:1, 2:0) beim TSV Peißenberg. Am Sonntag um 18 Uhr beenden die Gladiators die Saison mit dem Heimspiel gegen den EHC Klostersee, der noch dringend Punkte braucht, um in die Playoffs einzuziehen.

Ziemlich ersatzgeschwächt waren die Gladiators zum letzten Auswärtsspiel der Saison nach Peißenberg gereist, denn fünf Stammspieler fielen aus. Also waren die Nachwuchsspieler gefordert. Folglich dürfte in Peißenberg die jüngste Erdinger Mannschaft in dieser Saison aufgelaufen sein, denn mit Xaver Magg (20), Basti Cramer (18), Paul Wallek (17) und Kilian Steinmann (17) waren gleich vier Youngster dabei.

Beide Teams gingen die Partie eher ruhig an, zum Saisonausklang wollte sich offenbar keiner mehr weh tun. Mathias Jeske (5.) und Florian Fischer (6.) hatten die ersten Möglichkeiten für die Gladiators, auf der Gegenseite musste Torwart Andreas Gerlspeck in der 7. Minute richtig zupacken. Zum ersten Mal jubeln durften die Gäste: In der 12. Minute spielten sich Philipp Michl und Florian Fischer im Doppelpass durch die Peißenberger Abwehrreihen, und Michl schloss zum 1:0 ab. Vier Minuten später stand es 2:0 für die Gladiators, als Daniel Rossi einen Pass von Marco Deubler per Direktabnahme ins Netz setzte. Damit war ein ruhiges erste Drittel, bei dem es nur eine Strafzeit gegen die Gastgeber gab, beendet.

Saisonabschluss am Wochenende

Derby gegen Klostersee zum Saisonende

Für die Erding Gladiators endet an diesem Wochenende die Saison 2018/19. Zum Abschluss gastiert die Truppe von Trainer Topi Dollhofer heute Abend (19.30 Uhr) beim TSV Peißenberg. Am Sonntag (18 Uhr) kommt der EHC Klostersee in die Erdinger Eissporthalle.

Die Pflicht lief perfekt, bei der Kür gab es Probleme – so könnte man die Saison der Gladiators überschreiben. Nach der Vorrunde belegten die Erdinger Puckjäger Rang drei, nach einem furiosen Endspurt mit neun Siegen in Serie. In der Verzahnungsrunde aber war Sand im Getriebe, und nach sechs Niederlagen hintereinander wurden die Playoffs verfehlt. Dennoch kann man die Saison als gelungen bezeichnen. Das letzte Ziel der Gladiators heißt jetzt: „Nur nicht Letzter werden.“ Dazu müssen aber mindestens noch drei Zähler eingefahren werden.

Vielleicht klappt es ja schon heute bei den Peißenbergern, die drei Punkte hinter den Gladiators liegen. Doch wird das bestimmt nicht leicht, denn die Gladiators gehen heute ersatzgeschwächt auf Reisen. Daniel Krzizok, Christian Mitternacht und Sebastian Schwarz sind beruflich verhindert, Lukas Krämmer ist noch gesperrt, und Dominik Wagner liegt mit Grippe flach. „Also müssen die Youngster ran“, sagt Coach Dollhofer, die sich auch schon mal im Hinblick auf die kommende Saison präsentieren können.

Erdings Eishockey-Rekordmann

Krziozok löst Steinmann ab

Den nächsten Rekord hat Daniel Krzizok aufgestellt. Der 30-jährige Stürmer der Erding Gladiators ist in der ewigen Erdinger Eishockey-Bestenliste nicht nur der erfolgreichste Torschütze mit knapp 300 Treffern und der beste Scorer mit knapp 600 Punkten, jetzt ist er auch noch Rekordspieler. Der bisher Führende Robert Steinmann, der in 385 Pflichtspielen das grün-weiße Trikot getragen hatte, wurde schon vor ein paar Wochen überflügelt. Jetzt hat Krzizok seine 400. Partie für seinen Heimatverein absolviert und erhielt dafür aus den Händen von Eishockey-Schatzmeister Andy Weigel ein Erinnerungstrikot überreicht. Krzizok „bedankte“ sich dafür mit zwei Toren beim 8:3 gegen Waldkraiburg.

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